Was Shopware beim Bild-Upload erzeugt
Sechs Thumbnail-Größen bringt der Kern mit. Von zwölf Medienordnern erzeugen nur fünf überhaupt welche — und das erklärt die meisten Bildprobleme.
Bilder sind in Shopware-Projekten selten das Thema, bis eine Seite langsam ist und jemand nachsieht, wie groß die ausgelieferten Dateien eigentlich sind. Dann stellt sich fast immer dieselbe Frage: Warum hat dieses Bild kein Thumbnail?
Die Antwort steht in der Ordnerkonfiguration.
Die sechs Größen
| Größe | Kantenlänge |
|---|---|
| 1 | 200 × 200 |
| 2 | 280 × 280 |
| 3 | 360 × 360 |
| 4 | 400 × 400 |
| 5 | 800 × 800 |
| 6 | 1920 × 1920 |
Das sind Begrenzungen, keine festen Maße: Das Seitenverhältnis wird gehalten, die längere Kante bestimmt die Größe. Qualität 80 in allen gemessenen Konfigurationen.
In 6.6.10.6 und 6.7.13.1 identisch — hier hat sich zwischen den Linien nichts getan.
Die zwölf Ordner, und die Sieben, die nichts tun
| Medienordner | erzeugte Größen |
|---|---|
| Product Media | 4 |
| Category Media | 3 |
| CMS Media | 3 |
| Imported Media | 3 |
| Product Manufacturer Media | 3 |
| Document Media | 0 |
| Mail Template Media | 0 |
| Payment Method Media | 0 |
| Shipping Method Media | 0 |
| Product downloads | 0 |
| Theme Media | 0 |
| User Media | 0 |
Fünf von zwölf erzeugen Thumbnails. Für die anderen sieben gilt: Was dort hochgeladen wird, wird in Originalgröße ausgeliefert.
Der Schalter, der an ist und nichts tut
Hier sitzt die Falle, und sie ist keine Kleinigkeit. Die Ordnerkonfiguration
kennt ein Feld create_thumbnails — und das steht bei elf der zwölf Ordner
auf 1. Nur „Product downloads" hat es auf 0.
| Wert | |
|---|---|
Ordner mit create_thumbnails = 1 | 11 von 12 |
| Ordner mit tatsächlich zugeordneten Größen | 5 von 12 |
| Ordner, deren Schalter an ist und die trotzdem nichts erzeugen | 6 |
Ein Blick in die Administration zeigt also bei „Document Media", „User Media" oder „Theme Media" eine eingeschaltete Thumbnail-Erzeugung — und es entsteht trotzdem kein einziges Thumbnail, weil dem Ordner keine Größe zugeordnet ist. Der Schalter allein tut nichts.
Wer hier nachbessern will, muss deshalb beides prüfen: den Schalter und die Größenliste. Die zweite ist die, die zählt.
Warum das in der Praxis trifft
Bei den meisten der sieben ist es richtig so — eine Dokumentvorlage oder eine Theme-Datei braucht keine Miniatur.
Zwei sind es nicht:
Payment Method Media und Shipping Method Media. Zahlart- und Versandartlogos erscheinen im Checkout, also auf der Seite, die am wenigsten langsam sein darf. Wer dort ein 2.000-Pixel-PNG hinterlegt, liefert es unverkleinert aus — an jeden Kunden, bei jedem Checkout.
Das ist kein Fehler von Shopware, sondern eine Voreinstellung, die selten jemand hinterfragt. Und es ist eine der wenigen Stellen, an denen sich mit einer einzigen Konfigurationsänderung messbar etwas ändert.
Der zweite häufige Fall: Imported Media
Alles, was über einen Import kommt und keinem Ordner ausdrücklich zugewiesen
ist, landet in Imported Media — mit drei Größen statt der vier von
Product Media. Produktbilder aus einem Import haben damit eine Größe weniger
als Produktbilder, die jemand von Hand hochgeladen hat.
Ob das stört, hängt vom Theme ab. Dass es so ist, weiß fast niemand.
Was wir in Projekten prüfen
- In welchem Ordner liegen die Bilder wirklich? Der Ordner entscheidet, nicht der Verwendungszweck.
- Haben Checkout-Logos eine vernünftige Größe? Wenn der Ordner keine Thumbnails erzeugt, muss das Original klein sein.
- Passen die sechs Größen zum Theme? Ein Theme, das 1.200 Pixel anfordert, bekommt entweder 800 oder 1920 — beides ist falsch.
- Läuft der Worker? Nachträglich hinzugefügte Größen entstehen nur, wenn die Erzeugung tatsächlich läuft. Was Shopware sonst im Hintergrund tut, steht in Was Shopware im Hintergrund erledigt.
Was diese Messung nicht zeigt
Keine Ladezeiten. Gemessen ist die Konfiguration, nicht ihre Wirkung. Ob Ihr Shop durch Bilder langsam ist, zeigt eine Messung am echten Shop.
Nichts über das Theme. Welche Größe tatsächlich angefordert wird, entscheidet das Template. Ein Theme kann alle sechs nutzen oder zwei.
Nichts über moderne Formate. Ob und wie WebP oder AVIF ausgeliefert werden, war nicht Gegenstand dieser Messung.
Wenn Bilder Teil eines größeren SEO-Themas sind, gehört das zu SEO-Agentur.
Häufige Fragen
- Welche Thumbnail-Größen bringt Shopware mit?
- Sechs: 200, 280, 360, 400, 800 und 1920 Pixel, jeweils als quadratische Begrenzung. Das Seitenverhältnis wird dabei gehalten.
- Warum hat mein Bild kein Thumbnail?
- Vermutlich liegt es in einem Ordner ohne Thumbnail-Konfiguration. Gemessen: Sieben von zwölf Medienordnern erzeugen ab Werk keine — darunter Dokumente, Mailvorlagen, Zahl- und Versandarten sowie Theme- und Benutzermedien.
- Welche Qualität verwendet Shopware?
- 80 in allen gemessenen Ordnerkonfigurationen. Das ist ein Kompromiss zwischen Dateigröße und sichtbarer Qualität und lässt sich je Ordner ändern.
- Was passiert, wenn ich eine Größe nachträglich hinzufüge?
- Bestehende Bilder bekommen sie nicht von selbst. Die Thumbnails müssen neu erzeugt werden — und dafür muss der Worker laufen.
