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Was Google Ads für einen Onlineshop kostet — und welcher Teil davon an wen geht

Die Kosten für Google Ads bestehen aus drei Posten: Klickkosten an Google, eine einmalige Einrichtung und die laufende Betreuung. Nur der erste lässt sich mit dem Budget steuern. Wer die drei trennt, kann Angebote vergleichen und ein Budget aus eigenen Zahlen herleiten.

Pixup MediaVeröffentlicht am 8 Min. Lesezeit
Grafik mit der Überschrift Drei Posten und drei gleich breiten Feldern: an Google gehen die Klickkosten nach Gebot, einmalig fallen Konto, Tracking und Feed an, laufend Betreuung und Auswertung.Grafik in voller Größe öffnen

„Was kostet Google Ads?" lässt sich nicht mit einer Zahl beantworten — und Durchschnittswerte aus dem Netz helfen bei der eigenen Planung wenig, weil Klickpreise je Branche, Produkt und Region sehr verschieden sind. Beantworten lässt sich aber, woraus die Kosten bestehen, welcher Teil steuerbar ist und wie man ein Budget aus den eigenen Zahlen herleitet.

Posten 1: Klickkosten an Google

Bei Such- und Shopping-Anzeigen zahlen Sie in der Regel nur, wenn jemand auf die Anzeige klickt. Der Preis entsteht in einer Auktion. Sie legen fest, wie viel Sie höchstens bieten, oder überlassen das einer automatischen Gebotsstrategie. Nach Googles Angaben zahlen Sie dabei höchstens Ihr Gebot und oft weniger — nur so viel, wie nötig ist, um die Position zu halten.

Gesteuert wird dieser Posten über das Tagesbudget. Zwei Eigenheiten sollte man kennen:

  • An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten des durchschnittlichen Tagesbudgets ausgeben, etwa an nachfragestarken Tagen.
  • Über den Monat gerechnet berechnet Google nach eigenen Angaben nicht mehr als das Tagesbudget mal 30,4.

Das Monatsbudget ist damit die eigentliche Obergrenze, nicht der einzelne Tag.

Wo man Klickpreise vorab sieht: Der Keyword-Planer in Google Ads zeigt je Suchbegriff eine Spanne für das „Gebot für Anzeige oben auf der Seite“. Das ist eine Schätzung, kein Preis — aber für die eigenen Produkte und die eigene Region aussagekräftiger als jeder Branchendurchschnitt.

Posten 2: die einmalige Einrichtung

Bevor das erste Budget sinnvoll ausgegeben wird, braucht es drei Dinge:

BausteinWarum er nötig ist
KontostrukturKampagnen nach Sortiment und Marge statt eine Kampagne für alles
Conversion-Trackingohne gemessene Käufe optimieren automatische Gebote ins Leere
Produktfeedfür Shopping-Anzeigen und Performance Max die Grundlage

Das Conversion-Tracking ist der Teil, der am häufigsten fehlt oder falsch zählt. Wie man es aufsetzt, beschreibt der Ratgeber Conversion-Tracking für Google Ads. Der Feed entsteht im Shop — bei Shopware mit Bordmitteln. Das Merchant Center selbst kostet nichts.

Posten 3: die laufende Betreuung

Wer das Konto führt, wird bezahlt — intern oder extern. Bei Agenturen sind drei Abrechnungsmodelle üblich:

  • Pauschale je Monat für einen festgelegten Umfang.
  • Anteil am Werbebudget. Einfach zu rechnen, hat aber einen eingebauten Anreiz, mehr Budget zu empfehlen.
  • Nach Aufwand in Stunden, oft mit einem Kontingent.

Keines der Modelle ist an sich besser. Vergleichbar werden Angebote erst, wenn klar ist, was jeden Monat tatsächlich passiert: Suchbegriffe prüfen und ausschließen, Gebote und Budgets anpassen, Feed-Fehler beheben, Anzeigen testen, berichten.

Ein Budget aus eigenen Zahlen herleiten

Statt mit einer Wunschzahl zu beginnen, lässt sich das Klickbudget rückwärts rechnen:

Klickbudget = Ziel-Bestellungen ÷ Conversionrate × Klickpreis

Die Conversionrate kennen Sie aus dem Shop, den Klickpreis schätzt der Keyword-Planer. Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Zahlen, um den Weg zu zeigen: Bei 50 Ziel-Bestellungen im Monat, einer Conversionrate von 2 Prozent und einem Klickpreis von 1 Euro wären 2.500 Klicks nötig, also 2.500 Euro Klickbudget. Ob sich das rechnet, entscheidet der Deckungsbeitrag je Bestellung, nicht der Umsatz.

Für die erste Phase empfiehlt sich ein bewusst begrenzter Testzeitraum mit wenigen, margenstarken Produkten. Erst wenn Tracking und Feed belastbar sind, lohnt es, das Budget zu erhöhen.

Fragen, die Angebote vergleichbar machen

  1. Ist das Conversion-Tracking im Angebot enthalten — und wird es vor dem Start geprüft?
  2. Wer baut und pflegt den Produktfeed?
  3. Wem gehört das Konto? Es sollte auf Ihr Unternehmen laufen.
  4. Was passiert jeden Monat konkret, und wie wird darüber berichtet?
  5. Wie wird die Betreuung abgerechnet, und ändert sie sich mit dem Budget?

Was wir dabei übernehmen, steht auf der Seite SEA & Google Ads. Einen Betrag nennen wir dort bewusst nicht: Der Aufwand hängt vom Sortiment, vom Zustand des Kontos und vom Feed ab — und lässt sich nach einem ersten Blick darauf ehrlich einschätzen.