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Website-Relaunch-Checkliste: SEO, Technik, Inhalte

Eine Checkliste für den Relaunch einer Unternehmenswebsite, in vier Phasen: Bestandsaufnahme, Bau, Umzugstag, Nachsorge. Mit den Punkten, die in Projekten am häufigsten fehlen — und den zwei Lücken, die wir bei unserem eigenen Umzug erst hinterher gefunden haben.

Pixup MediaVeröffentlicht am 9 Min. Lesezeit
Checkliste in vier Spalten: Bestandsaufnahme mit allen Adressen, Diensten und Zugängen sowie der Search Console; Bau mit Weiterleitungsplan, gesperrter Testadresse und Technikmessung; Umzugstag mit DNS und Zertifikat, Prüfung aller Adressen und Formulartest; Nachsorge mit täglicher Prüfung auf 404, Indexierung und Wiederholung nach vier Wochen.
Vier Phasen, je Phase die Punkte, die am häufigsten fehlen. Aus unserem eigenen Umzug im September 2026.
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Ein Relaunch scheitert selten an der neuen Gestaltung. Er scheitert an dem, was beim Umzug vergessen wird: Adressen, die niemand kannte, Dienste, die an der alten Plattform hingen, Formulare, die nach dem Start ins Leere senden. Diese Checkliste ordnet die Punkte nach vier Phasen. Sie stammt aus unserem eigenen Umzug im September 2026 und aus den Lücken, die wir dabei erst hinterher gefunden haben.

Phase 1: Bestandsaufnahme

Adressen

  • Alle Adressen der alten Website sammeln: Sitemap, eigener Crawl, Search Console über den längsten verfügbaren Zeitraum, bei Bedarf das Webarchiv.
  • Je Adresse festhalten: Klicks und Impressionen, eingehende Links, ob sie Anfragen bringt.
  • Auch Adressen alter Plattformen prüfen, die heute schon 404 liefern — sie haben oft noch Links und Impressionen.

Dienste und Zugänge

  • Search Console: Wie ist die Inhaberschaft bestätigt? Hängt die Bestätigung an der alten Plattform, verfällt sie mit ihr.
  • Formulare: Wohin senden sie, über welchen Dienst, mit welchem Absender?
  • Analyse, Einwilligungsbanner, eingebundene Dienste: Was muss mit umziehen?
  • Domain, DNS, Mail: Wer hat Zugang, welche Einträge dürfen nicht verändert werden?

Phase 2: Bau

  • Neue Struktur nach Suchabsicht. Je alte Seite entscheiden: bleibt, wird überarbeitet, zusammengelegt oder ersetzt. Gestrichene Seiten bekommen trotzdem ein Ziel.
  • Weiterleitungsplan. Jede alte Adresse mit genau einem Ziel, ohne Ketten. Bei Shopware-Shops gilt dafür eine eigene Logik: Was aus dem alten System stammt, leitet Shopware nicht selbst weiter (Redirects bei einem Shopware-Relaunch).
  • Testadresse sperren. Zugangsschutz, zusätzlich noindex, damit die Testversion nicht in den Index gerät.
  • Titel, Beschreibungen, Überschriften. Für jede Seite, die gefunden wurde, prüfen, ob die neue Fassung die Suchanfrage weiter beantwortet.
  • Technik vor dem Start messen. Ladezeit, Canonicals, Sitemap, strukturierte Daten — auf der Testadresse, nicht erst live.

Phase 3: Umzugstag

  • DNS umstellen, Zertifikat prüfen: Neu ausgestellt? Für alle Varianten der Domain gültig?
  • Weiterleitungen von http auf https und zwischen www und ohne: je in einem Sprung.
  • Alle alten Adressen abrufen und prüfen, dass jede in genau einem Sprung auf eine erreichbare Seite führt.
  • Alle neuen Seiten abrufen: Status 200, Canonical auf sich selbst, in der Sitemap.
  • Formulare wirklich absenden und prüfen, ob die Nachricht ankommt.
  • Sitemap in der Search Console einreichen.

Phase 4: Nachsorge

  • Erste Woche: Fehlerseiten im Server-Log und in der Search Console täglich ansehen. Jede neue 404 einer alten Adresse bekommt ein Ziel.
  • Indexierung beobachten: Die URL-Prüfung zeigt den aktuellen Stand einzelner Seiten; die Berichte hinken einige Tage hinterher.
  • Nach vier Wochen: Alle alten Adressen erneut prüfen, Klicks und Impressionen mit dem gleichen Zeitraum vor dem Umzug vergleichen.
  • Alte Plattform erst abschalten, wenn nichts mehr von ihr abhängt — und Zugänge dokumentiert sind.

Die Checkliste als Tabelle

Eine Checkliste wirkt nur, wenn jeder Punkt einen Namen und ein Datum hat. Legen Sie sie als Tabelle an: Punkt, verantwortlich, erledigt am, geprüft von. Die Punkte, die bei uns gefehlt haben, waren genau die, für die niemand eingetragen war.

Ein Relaunch ist vor allem eine Bestandsaufnahme. Was dort fehlt, findet man nach dem Start — als 404 oder als Lücke in den Daten.

Wenn Sie den Relaunch nicht allein planen wollen, beschreibt unser Website-Relaunch, wie wir dabei vorgehen.

Häufige Fragen

Wie früh sollte die Bestandsaufnahme beginnen?
Bevor die neue Struktur feststeht. Welche Seiten gefunden werden und welche Links auf sie zeigen, beeinflusst, was in der neuen Website bleiben muss.
Reicht eine Weiterleitung auf die Startseite?
Nein. Jede alte Adresse sollte auf die inhaltlich passende neue Seite führen. Eine Sammelweiterleitung auf die Startseite kann Google als fehlende Seite werten (Soft 404), und Besucher landen nicht dort, wo sie hinwollten.
Wie lange dauert es, bis sich Rankings nach einem Relaunch einpendeln?
Das lässt sich nicht vorhersagen. Beobachten Sie die Search Console über mehrere Wochen und vergleichen Sie gleiche Zeiträume, statt einzelne Tage zu bewerten.
Muss die Testumgebung gesperrt sein?
Ja. Eine öffentlich erreichbare Testadresse ohne Sperre kann in den Index geraten. Am sichersten ist ein Zugangsschutz, zusätzlich ein noindex.
WeiterführendWebsite-Relaunch