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Internationalisierung für B2B-Hersteller: die Reihenfolge

Die meisten Projekte starten mit der Übersetzung. Das ist Stufe vier von fünf — und der Grund, warum danach Dinge auffallen, die vorher hätten geklärt gehören.

Pixup MediaVeröffentlicht am 8 Min. Lesezeit
Fünf Stufen übereinander von Markt prüfen über Rechtliches, Struktur und Übersetzung bis zum gesicherten Betrieb.

„Wir wollen nach Frankreich" heißt in den meisten Projekten zuerst: „Wir brauchen die Seite auf Französisch." Das ist Stufe vier. Die drei davor entscheiden, ob die Übersetzung überhaupt etwas nützt.

Stufe 1: Den Markt prüfen, nicht die Sprache

Wer kauft dort, unter welchen Bedingungen? Im B2B ist das selten eine Frage der Sprache und meistens eine der Handelsstruktur: Gibt es dort Distributoren, die Sie bereits beliefern? Konkurrieren Sie mit lokalen Herstellern? Sind Normen und Zertifikate dieselben?

Ein Markt, in dem Ihr Produkt eine Zulassung braucht, die Sie nicht haben, wird durch Übersetzung nicht zugänglich.

Stufe 2: Rechtliches und Steuern

Zollregelungen, Steuersätze, Produktkennzeichnung, Widerrufsrecht, Gewährleistung. Im B2B kommen Rahmenverträge und Lieferbedingungen dazu.

Das ist der unangenehme Teil, und er gehört vor die Technik — weil er bestimmt, ob Sie überhaupt direkt liefern oder über einen Partner gehen.

Stufe 3: Die Struktur entscheiden

Eigene Länderdomain, Subdomain oder Verzeichnis? Diese Entscheidung hält Jahre und lässt sich nur mit einem vollständigen Weiterleitungsplan ändern.

Für die meisten Hersteller ist das Verzeichnis richtig: eine Domain, eine Autorität, ein Betrieb. Eigene Domains lohnen, wenn Sortiment, Preise und Marke sich je Land wirklich unterscheiden. Wie die Sprachfassungen technisch zusammengehalten werden, steht in hreflang in Shopware einrichten.

Zur Struktur gehört auch die Trennung, die im Shop oft vergessen wird: Sprache ist nicht Land. Französisch bedienen Sie in Frankreich, Belgien und der Schweiz — mit unterschiedlichen Steuersätzen, Versandarten und Preisen. Das sind eigene Verkaufskanäle, keine zweite Sprache.

Stufe 4: Übersetzen

Jetzt erst. Und sortiert nach Risiko: Produktdaten maschinell, Marketingtexte mit Glossar und Gegenlesen, Rechtstexte zum Fachübersetzer. Wie das ohne Datenverlust gelingt, steht in Produktdaten übersetzen ohne Datenverlust.

Ein Hinweis aus der Praxis, der Geld spart: Prüfen Sie vor dem Übersetzungsauftrag, ob die Zielsprache im Shop einem Verkaufskanal zugeordnet ist. Wir haben einen Fall gemessen, in dem eine vollständig übersetzte Sprache niemanden erreichte, weil diese Zuordnung fehlte — der Aufwand war bezahlt, die Inhalte unerreichbar.

Stufe 5: Den Betrieb sichern

Wer pflegt die Sprache in zwei Jahren? Eine veraltete Sprachfassung schadet mehr, als sie nutzt: Sie zeigt falsche Preise, fehlende Produkte und überholte Hinweise.

Klären Sie vor dem Start: Wer übersetzt Neuzugänge? In welchem Rhythmus wird geprüft? Wer entscheidet, wann eine Sprache wieder abgeschaltet wird?

Die Fehler je Stufe

Stufehäufigster Fehler
MarktSprache mit Markt verwechselt
Rechtzu spät geprüft, Projekt kippt in der Mitte
StrukturEntscheidung vertagt, später teuer korrigiert
Übersetzungalles über einen Kamm, Rechtstexte maschinell
Betriebniemand zuständig, Sprache veraltet

Was wir Herstellern raten

Nehmen Sie einen Markt, gehen Sie die fünf Stufen vollständig durch und messen Sie ein halbes Jahr. Das ist langsamer als drei Sprachen auf einmal und führt häufiger zu einem Markt, der tatsächlich etwas einbringt.

Wenn Sie wissen wollen, wie groß der Übersetzungsaufwand in Shopware technisch ist: Wir haben ausgezählt, wie viele Bereiche überhaupt übersetzbar sind.