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KI-Traffic richtig einordnen

Drei sehr verschiedene Dinge landen in derselben Statistik: Verweise aus Assistenten, Crawler-Abrufe und klassische Suche. Wer sie nicht trennt, sieht einen Trend, den es so nicht gibt.

Pixup MediaVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Drei Quellen nebeneinander — Assistenten-Verweise, Crawler und klassische Suche — mit den Schritten, sie zu trennen.

„Unser KI-Traffic wächst" ist eine Aussage, die in den meisten Fällen drei verschiedene Dinge vermischt.

Die drei Quellen

Verweise aus Assistenten. Ein Mensch liest eine Antwort und klickt auf Ihre Seite. Das ist echter Besuch mit oft hoher Absicht — die Frage war konkret, die Antwort hat Sie genannt.

Crawler. Abrufe ohne Menschen: Systeme, die Inhalte lesen, um sie später verwenden zu können. Wertvoll als Voraussetzung, aber kein Besuch. Wer sie mitzählt, sieht Wachstum, wo niemand kommt.

Klassische Suche. Weiterhin die größte Quelle — auch dann, wenn Antworten über den Ergebnissen stehen.

Wie man sie trennt

Verweisquelle auswerten statt alles als Direktzugriff zu verbuchen. Viele Assistenten setzen eine erkennbare Verweisquelle. Wo sie fehlt, landet der Besuch in „direkt" — und diese Kategorie wächst dann ohne Erklärung.

Crawler an der Kennung erkennen. Sie melden sich in der Regel zu erkennen zu geben. Eine Auswertung der Serverprotokolle nach diesen Kennungen zeigt zwei Dinge: ob sie kommen und ob sie durchkommen — Statuscode.

Landepunkte vergleichen. Assistenten schicken Menschen häufig auf andere Seiten als die Suche: seltener auf die Startseite, öfter auf konkrete Antwortseiten. Diese Verteilung ist ein guter Hinweis darauf, welche Inhalte zitiert werden.

Kaufverhalten getrennt messen. Die Menge ist bei fast allen Shops klein. Interessant ist nicht die Menge, sondern das Verhalten: Wie oft führt so ein Besuch zu einer Bestellung, verglichen mit anderen Quellen?

Was Sie daraus ablesen können

BeobachtungWas sie bedeutet
Crawler kommen, Verweise fehlenSie sind lesbar, werden aber nicht zitiert
Crawler kommen nichttechnisches Problem, alles andere ist Theorie
Verweise steigen, Bestellungen nichtSie beantworten Fragen, verkaufen aber nicht
Verweise auf wenige Seitendiese Inhalte tragen — davon mehr

Die letzte Zeile ist die nützlichste: Sie zeigt, welche Art Inhalt zitiert wird. In unserem Fall sind es Artikel mit eigenen Messungen, nicht die allgemeinen Ratgeber.

Die Grenze der Messung

Was Sie nicht sehen: wie oft Sie in einer Antwort genannt wurden, ohne dass jemand geklickt hat. Diese Lücke ist real und lässt sich mit heutigen Mitteln nicht schließen.

Wer Ihnen eine Zahl dafür verkauft, hat sie geschätzt. Seriös ist der umgekehrte Weg: die Voraussetzungen messen — Zugang, Vollständigkeit, Richtigkeit — und die Wirkung an dem prüfen, was ankommt.

Der Einstieg in einer Stunde

  1. Serverprotokolle des letzten Monats nach Crawler-Kennungen durchsuchen. Kommen sie? Welchen Statuscode bekommen sie?
  2. Im Analysewerkzeug eine Ansicht bauen, die bekannte Assistenten-Quellen getrennt zeigt.
  3. Die zehn häufigsten Landepunkte dieser Quelle notieren.
  4. In drei Monaten wiederholen.

Danach haben Sie eine eigene Antwort auf die Frage, ob und wie KI-Kanäle für Ihren Shop zählen — statt einer aus einer Studie über andere Shops.