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Vom Baukasten zur eigenen Website: unser eigener Umzug

Wir haben unsere Website von einem Baukasten über eine Zwischenlösung auf eigenen Code und eigenen Server gebracht. Was das gekostet hat, was es gebracht hat und wann es sich nicht lohnt.

Pixup MediaVeröffentlicht am 8 Min. Lesezeit
Drei Stationen nebeneinander: Baukasten, Zwischenlösung und eigener Code auf eigenem Server, darunter die Aufwandsposten des Umzugs.

Dieser Beitrag beschreibt keinen Kundenfall, sondern unseren eigenen. Wir haben unsere Website in zwei Schritten bewegt: vom Baukasten über eine Zwischenlösung auf eigenen Code, der als statische Seiten auf einem eigenen Server liegt. Der zweite Schritt ist im September 2026 fertig geworden.

Station 1: Der Baukasten

Er hat lange getragen. Man kommt schnell online, Vorlagen sehen ordentlich aus, und niemand muss sich um Updates kümmern.

Die Grenzen zeigten sich an drei Stellen: bei der Ladezeit, bei eigenen Seitentypen — wir wollten Fachartikel mit Struktur, nicht nur Blogbeiträge — und bei der Frage, wem die Inhalte eigentlich gehören, wenn der Export nur halbe Sachen liefert.

Station 2: Die Zwischenlösung

Mehr Gestaltungsfreiheit, schneller gebaut, aber eine neue Abhängigkeit: Die Seite lief bei einem Anbieter, dessen Laufzeitumgebung wir nicht kontrolliert haben. Für eine Agenturseite, die über Technik spricht, war das auf Dauer unpassend.

Station 3: Eigener Code, eigener Server

Heute entstehen die Seiten aus Quelltext im eigenen Repository und werden als fertige HTML-Dateien ausgeliefert. Kein Server, der bei jedem Aufruf rechnet, keine Datenbank, keine fremde Laufzeitumgebung.

Was das bringt:

  • Tempo. Statische Dateien sind so schnell, wie der Server sie ausliefert.
  • Kontrolle. Jede Änderung ist ein Commit. Was live ist, steht im Git.
  • Kosten. Kein Abo für die Plattform; Hosting für einen Bruchteil.
  • Freiheit. Eigene Seitentypen, eigene Strukturen, eigene Automatisierung.

Was der Umzug tatsächlich gekostet hat

Nicht die Gestaltung war der Aufwand, sondern drei andere Dinge:

Inhalte und Adressen. Jeder bestehende Beitrag musste übernommen werden, und jede alte Adresse brauchte ein Ziel. Wer das überspringt, verliert Sichtbarkeit — die Weiterleitungen sind kein Nebenschritt, sie sind der Kern des Umzugs. Wie das bei einem Shop aussieht, haben wir in Redirects bei einem Shopware-Relaunch beschrieben; für eine Website gilt dasselbe in klein.

Formulare und Mailversand. Ein Kontaktformular ohne Plattform braucht einen eigenen Weg — bei uns ein kleiner Endpunkt, der über einen Mailversanddienst zustellt. Das ist überschaubar, muss aber jemand bauen und überwachen.

Rechtstexte und Auftragsverarbeiter. Wer den Anbieter wechselt, ändert auch die Liste der Dienstleister. Datenschutzerklärung und Verträge gehören mit umgezogen.

Für wen sich dieser Weg lohnt

Lohnt sich, wenn mindestens zwei Punkte zutreffen: Sie haben mehr als zwanzig Seiten, Sie wollen eigene Seitentypen, Sie haben jemanden im Haus oder an Ihrer Seite, der Technik betreut, und Sie planen die Website über Jahre.

Lohnt sich nicht, wenn die Seite fünf Unterseiten hat und einmal im Jahr angefasst wird. Dann ist der Baukasten die ehrlichere Wahl — und das sagen wir Interessenten auch, bevor ein Angebot entsteht.

Was wir anders machen würden

Wir haben die Inhalte zuerst übernommen und die Struktur danach sortiert. Der umgekehrte Weg wäre schneller gewesen: erst festlegen, welche Seitentypen es geben soll, dann übernehmen.

Und wir würden die Weiterleitungsliste früher erstellen — nicht am Ende, sondern parallel zur Inhaltsübernahme. Sie ist die Liste, an der man merkt, wie viele Seiten wirklich existieren.

Was ein solcher Umzug je nach Umfang kostet, haben wir hier eingeordnet.