Alle Beiträge
websitearchitekturcmsperformance

Statische Website oder CMS: eine ehrliche Entscheidung

Statisch ist schneller und sicherer. Ein CMS ist bequemer für die Redaktion. Die Wahl folgt nicht der Technik, sondern der Frage, wer die Seite täglich anfasst.

Pixup MediaVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Zwei Spalten mit je fünf Eigenschaften: statisch ausgelieferte Website gegen klassisches CMS.

Die Diskussion wird gern technisch geführt und ist eine organisatorische.

Was „statisch" heute bedeutet

Nicht handgeschriebenes HTML. Die Seiten entstehen aus Quelltext und Inhalten im Repository und werden als fertige Dateien ausgeliefert. Beim Aufruf rechnet niemand mehr — der Server reicht eine Datei durch.

Unsere eigene Website funktioniert so; den Weg dorthin haben wir beschrieben.

Die Gegenüberstellung

statischCMS
Temposehr hoch, unabhängig von Lastabhängig von Hosting und Caching
Sicherheitkaum AngriffsflächeUpdates zwingend, regelmäßig
Redaktionbraucht ein Werkzeug oder Gitarbeitet direkt in der Oberfläche
Vorschaumuss gebaut werdensofort
BetriebminimalUpdates, Sicherung, Überwachung
Änderungsverlaufvollständig im Gitje nach System

Die Frage, die entscheidet

Wer ändert Inhalte, wie oft, und unter welchem Zeitdruck?

  • Eine Marketingabteilung, die täglich Aktionen einstellt: CMS.
  • Eine Agentur oder ein technisches Team, das wöchentlich Inhalte pflegt: statisch ist bequem genug.
  • Ein Haus, in dem drei Personen je einmal im Quartal etwas ändern: statisch, und die Änderungen laufen über den Dienstleister.

Alles andere — Tempo, Sicherheit, Kosten — folgt daraus, statt es zu bestimmen.

Der Mittelweg

Es gibt ihn, und er ist oft die richtige Antwort: Inhalte in einem redaktionsfreundlichen System pflegen, die Seiten daraus statisch bauen und ausliefern. Die Redaktion arbeitet in einer Oberfläche, der Besucher bekommt eine fertige Datei.

Der Preis ist ein zusätzliches bewegliches Teil — der Bauprozess muss laufen, und jemand muss merken, wenn er es nicht tut. Für Häuser mit regelmäßiger Redaktion lohnt sich das trotzdem.

Was gegen statisch spricht

Ehrlich benannt:

  • Vorschau. Wer sehen will, wie es aussieht, muss bauen lassen.
  • Zeitgesteuertes Veröffentlichen braucht eine eigene Lösung. Wir haben dafür ein Datumsfeld je Artikel und einen täglichen Lauf — das funktioniert, ist aber gebaut und nicht gekauft.
  • Formulare und alles Dynamische brauchen einen eigenen kleinen Dienst.
  • Redaktion ohne Technikbezug braucht Begleitung.

Wer diese vier Punkte akzeptiert, bekommt eine Website, die kaum ausfällt, kaum angreifbar ist und sehr schnell lädt.

Unsere Empfehlung

Für Unternehmensseiten mit klarer Struktur und überschaubarer Redaktion: statisch. Für inhaltsgetriebene Seiten mit täglicher Pflege durch mehrere Personen: CMS — oder der Mittelweg.

Und in beiden Fällen: Die Entscheidung gehört vor das Design, nicht danach. Sie bestimmt, wie Seitentypen geschnitten werden, und die sind der eigentliche Kostentreiber.