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Was eine Website 2026 wirklich kostet

Zwischen 1.000 und 80.000 Euro ist alles im Markt. Was den Unterschied macht, sind nicht Designstunden, sondern Seitentypen, Redaktionsfähigkeit und Anbindungen.

Pixup MediaVeröffentlicht am 8 Min. Lesezeit
Vier Balken mit Preisspannen für Einseiter, Unternehmenswebsite, B2B-Website und Website mit Portal.

Die ehrliche Antwort auf „was kostet eine Website" lautet: Es kommt darauf an, und zwar auf drei Dinge, die in Anfragen selten stehen. Vorher die Größenordnungen, damit die Diskussion eine Grundlage hat.

Vier Größenordnungen

ArtSpannewofür
Einseiter, Baukasten1.000–4.000 €Präsenz, wenige Inhalte, seltene Pflege
Unternehmenswebsite8.000–20.000 €mehrere Seitentypen, Redaktion, eigenes Design
B2B-Website mit Bereichen20.000–45.000 €Produktwelten, Downloads, Mehrsprachigkeit
Website plus Portal oder Automation40.000–80.000 €Anmeldung, Datenanbindung, eigene Abläufe

Diese Spannen sind aus abgeschlossenen Projekten abgeleitet, keine Preisliste. Sie enthalten Konzept, Gestaltung, Umsetzung und Inbetriebnahme — nicht die laufende Betreuung.

Was den Preis treibt

1. Seitentypen, nicht Seitenzahl

Eine Website mit 200 Produktseiten desselben Typs ist günstiger als eine mit zwölf Seiten, von denen jede anders aufgebaut ist. Jeder Typ braucht eigenes Konzept, eigene Gestaltung, eigene Umsetzung.

Die nützlichste Frage in einem Erstgespräch ist deshalb nicht „wie viele Seiten", sondern „wie viele verschiedene Arten von Seiten".

2. Redaktionsfähigkeit

Wer soll später pflegen — und mit welchem Werkzeug? Eine Website, die nur Entwickler ändern können, ist günstiger in der Erstellung und teurer im Betrieb. Eine, in der die Marketingabteilung jeden Block frei zusammensetzen kann, ist das Gegenteil.

Beides ist richtig, je nach Haus. Falsch ist nur, die Frage erst nach der Umsetzung zu stellen.

3. Anbindungen

Shop, CRM, Warenwirtschaft, Bewerbungsportal, Produktdatenbank. Jede Anbindung ist ein eigenes kleines Projekt mit eigenen Fehlerfällen. Zwei Anbindungen können teurer sein als die gesamte restliche Website.

Was regelmäßig vergessen wird

Inhalte. Texte und Bilder sind in vielen Angeboten nicht enthalten, und sie sind der häufigste Grund für Verzögerungen. Wer die Inhalte nicht mitplant, hat eine fertige Website ohne Inhalt.

Weiterleitungen. Bei einem Relaunch entscheidet die Weiterleitungsliste darüber, ob die Sichtbarkeit erhalten bleibt. Dieser Posten wird gern gestrichen und kostet danach ein Vielfaches.

Betrieb. Hosting, Updates, Sicherung, Überwachung, kleine Änderungen. Rechnen Sie mit einem laufenden Budget, sonst veraltet die Seite, während alle zufrieden sind.

Barrierefreiheit. Seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Anbieter Pflicht — und deutlich günstiger, wenn sie von Anfang an mitgedacht wird statt nachträglich.

Woran Sie ein belastbares Angebot erkennen

  • Es nennt Seitentypen, nicht nur einen Gesamtpreis.
  • Es sagt, wer die Inhalte liefert.
  • Es enthält einen Posten für Weiterleitungen und Inbetriebnahme.
  • Es beziffert den laufenden Betrieb getrennt.
  • Es benennt, was nicht enthalten ist.

Der letzte Punkt ist der aussagekräftigste. Ein Angebot ohne Abgrenzung ist kein günstiges Angebot, sondern ein unvollständiges.

Unsere eigene Website als Beispiel

Wir haben unsere Seite selbst umgebaut und den Weg hier beschrieben — inklusive der Posten, die wir unterschätzt haben. Das ist kein Preisbeispiel, aber eine ehrliche Aufstellung dessen, was neben der Gestaltung anfällt.