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Was ein Shopware-Shop kostet — Lizenz, Aufbau, Betrieb

Die Frage nach den Shopware-Kosten wird meist mit der Lizenz beantwortet. Sie ist einer von sechs Posten. Wer die anderen fünf kennt, kann Angebote vergleichen — und weiß, welche Zahl er vor dem Projekt braucht.

Pixup MediaVeröffentlicht am 10 Min. Lesezeit
Grafik mit der Überschrift Sechs Posten und drei gleich breiten Feldern: einmalige Aufbaukosten, laufende feste Kosten für Lizenz, Hosting und Plugins sowie laufende variable Kosten für Betrieb und Zahlungsgebühren.

„Was kostet ein Shopware-Shop?" Die kurze Antwort lautet: Die Software selbst kann nichts kosten. Die Community Edition ist frei verfügbar, und viele Shops laufen damit. Die lange Antwort ist die, die man vor einem Projekt braucht — denn die Lizenz ist nur einer von sechs Posten, und selten der, an dem ein Budget scheitert.

Dieser Beitrag geht die sechs Posten durch, zeigt einen Rechenweg für die eigene Zahl und nennt die Fragen, mit denen sich Angebote vergleichen lassen. Konkrete Preise nennen wir nur dort, wo wir sie belegen können.

Posten 1: die Lizenz

Shopware gibt es in mehreren Plänen. Die Community Edition ist kostenlos und enthält den vollständigen Shop-Kern. Darüber liegen die Bezahlpläne Rise, Evolve und Beyond, die Funktionen etwa für B2B, erweiterte Regeln oder zusätzliche Werkzeuge mitbringen. Wer nach den Kosten der früheren Enterprise Edition sucht: Im heutigen Modell entspricht ihr am ehesten Beyond.

Was die Pläne kosten und wie sie abgerechnet werden, veröffentlicht Shopware selbst. Die Konditionen haben sich in den letzten Jahren mehrfach geändert — prüfen Sie den aktuellen Stand, bevor Sie rechnen. Was in welchem Plan steckt, haben wir in Shopware Lizenzmodell: Rise, Evolve, Beyond erklärt beschrieben.

Die entscheidende Frage ist nicht „welcher Plan ist günstig", sondern „welche Funktion brauchen wir wirklich". Ein Bezahlplan, dessen Funktionen niemand nutzt, ist teuer. Einer, der drei Erweiterungen ersetzt, kann günstiger sein als die Community Edition mit Zukäufen.

Posten 2: Hosting

Shopware ist eine Anwendung, die auf einem Server läuft — und dieser Server muss zur Größe des Shops passen. Die Spanne reicht vom Webhosting-Paket über einen eigenen Server bis zu verwaltetem Cloud-Hosting, das Shopware auch selbst anbietet.

Billiges Hosting ist dabei selten günstig. Ein Server, der bei einer Aktion unter Last zusammenbricht, kostet mehr als jede Monatsgebühr. Zum Hosting gehören außerdem Dinge, die gern vergessen werden: Sicherungen, eine Testumgebung, Überwachung.

Posten 3: Erweiterungen

Was der Kern nicht kann, kommt aus dem Shopware Store oder aus eigener Entwicklung. Store-Erweiterungen werden meist monatlich gemietet. Zur Einordnung eine Zahl, die wir belegen können: Unsere eigenen Store-Erweiterungen liegen zwischen 0,50 € und 29,90 € im Monat (Stand 08.09.2026).

Einzeln sind das kleine Beträge. In Summe nicht: Ein Shop mit zwanzig gemieteten Erweiterungen hat einen festen Monatsposten, den niemand mehr im Blick hat — und zwanzig Abhängigkeiten, die bei jedem Update mitspielen müssen. Was eine Versionsangabe im Store dabei wirklich zusagt, steht in Was eine Versionsangabe im Plugin wirklich zusagt.

Posten 4: der Aufbau

Der einmalige Posten — und meist der größte. Er umfasst Einrichtung, Design, Datenübernahme, Schnittstellen, Tests. Seine Höhe hängt weniger von Shopware ab als von fünf Fragen:

  • Wie viele Produkte, wie viele Varianten? Und wie gut sind die Daten heute?
  • Wie individuell ist das Design? Ein angepasstes Theme ist eine andere Größenordnung als ein eigenes.
  • Welche Systeme hängen dran? Warenwirtschaft, Versand, Zahlung, Newsletter, Marktplätze.
  • Gibt es B2B-Anforderungen? Kundengruppen, Preislisten, Freigaben.
  • Wird von einem anderen System migriert? Dann kommen Datenübernahme und Weiterleitungen dazu.

Wer auf einen bestehenden Shop umzieht, findet die Planung dafür auf unserer Seite zum Onlineshop-Relaunch.

Posten 5: der Betrieb

Ein Shop ist nach dem Go-live nicht fertig. Shopware veröffentlicht regelmäßig Updates, Erweiterungen ziehen nach oder nicht, Zahlungsanbieter ändern Schnittstellen. Dazu kommt die Pflege durch Ihr Team: Produkte, Inhalte, Aktionen.

Dieser Posten fehlt leicht in der Planung, weil er in keinem Aufbau-Angebot steht. Wer ihn weglässt, rechnet ein Projekt schön, das in zwei Jahren teuer wird — spätestens beim ersten größeren Versionssprung. Was ein solcher Sprung technisch bedeutet, zeigt Auf Shopware 6.7 wechseln oder bei 6.6 bleiben.

Posten 6: Gebühren je Bestellung

Zahlungsanbieter berechnen je Transaktion eine Gebühr, oft als Prozentsatz plus fester Betrag. Dieser Posten wächst mit dem Umsatz und gehört deshalb nicht in die Fixkosten, sondern in die Kalkulation je Bestellung. Ähnliches gilt für Versanddienstleister mit Schnittstellengebühren oder Marktplätze mit Provision.

Der Rechenweg

Für eine belastbare Zahl brauchen Sie keine Tabelle aus dem Internet, sondern Ihre eigenen Werte über zwei bis drei Jahre:

Gesamtkosten über drei Jahre

  1. 1
    Aufbau aus dem Angebot übernehmen — einmalig, im ersten Jahr.
  2. 2
    Lizenz, Hosting und Erweiterungen als Monatswerte mal 36.
  3. 3
    Betrieb als Stundenkontingent je Monat mal 36. Ohne Zahl im Angebot: nachfragen.
  4. 4
    Gebühren je Bestellung mit Ihrer erwarteten Bestellzahl hochrechnen.
  5. 5
    Summe durch drei — das ist der Jahreswert, den Sie gegen Umsatz und Marge halten.

Der Rechenweg hat einen Nebeneffekt: Er zeigt, ob zwei Angebote vergleichbar sind. Ein Angebot mit niedrigem Aufbau und ohne Betriebsposten ist nicht günstiger, sondern unvollständig.

Die Fragen, die Angebote vergleichbar machen

  • Welche Shopware-Version und welcher Plan sind vorgesehen — und warum?
  • Welche Erweiterungen werden eingesetzt, und was kosten sie im Monat?
  • Was ist im Aufbau enthalten: Datenübernahme, Schnittstellen, Testkäufe?
  • Wer spielt nach dem Go-live Updates ein, und in welchem Rhythmus?
  • Wie viele Stunden Betrieb sind eingeplant, und was kostet jede weitere?
  • Wem gehören Code, Theme und Zugänge am Ende des Projekts?

Die letzte Frage klingt nebensächlich. Sie entscheidet aber darüber, ob Sie die Agentur später wechseln können, ohne den Shop neu zu bauen.

Wann Shopware die teurere Wahl ist

Für kleine Sortimente ohne Schnittstellen und ohne eigenes Entwicklerteam kann ein gemietetes System wie Shopify insgesamt günstiger sein, weil Hosting und Updates beim Anbieter liegen. Shopware spielt seine Stärken aus, wenn Sortiment, Regeln oder B2B-Anforderungen komplex werden und volle Kontrolle über Daten und Code zählt. Die Gegenüberstellung steht in Shopware vs. Shopify: Die richtige Wahl treffen.

Wenn Sie wissen wollen, was in Ihrem Fall herauskommt: Wir gehen die sechs Posten mit Ihren Zahlen durch, bevor ein Angebot geschrieben wird. Mehr dazu bei unserer Shopware-Agentur.