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Was Make.com wirklich kostet

Der Tarifpreis steht auf der Website. Was eine Automatisierung tatsächlich kostet, entscheidet sich an drei Stellen, die niemand im Angebot sieht — Auslöser, Schleifen und Wiederholungen.

Pixup MediaVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Drei Karten mit den Kostentreibern eines Automationsszenarios: einzelne Arbeitsschritte, Schleifen und Fehlversuche.

Die Preisliste ist schnell gelesen. Sie beantwortet nur nicht die Frage, die zählt: Was verbraucht unser Szenario im Monat?

Abgerechnet wird je Arbeitsschritt

Das ist der Punkt, der in Angeboten fehlt. Nicht das Szenario kostet, sondern jeder Baustein, den es durchläuft. Ein Ablauf mit acht Bausteinen kostet acht Schritte je Durchlauf — nicht einen.

Daraus folgt eine unangenehme Rechnung: Ein Szenario, das alle fünf Minuten prüft, ob eine neue Bestellung da ist, läuft rund 8.640-mal im Monat. Bei acht Bausteinen sind das 69.120 Schritte — auch dann, wenn nur 200 Bestellungen eingegangen sind.

Die drei Kostentreiber

1. Der Auslöser

Ein Zeitplan, der zu häufig prüft, ist der teuerste Fehler und der am leichtesten zu behebende. Zwei Gegenmittel:

  • Webhook statt Zeitplan. Der Shop meldet, wenn etwas passiert, statt dass das Szenario fragt. Aus 8.640 Läufen werden 200.
  • Seltener prüfen. Muss der Bestandsabgleich alle fünf Minuten laufen oder reicht stündlich? Die Antwort ist fast immer „stündlich reicht".

2. Schleifen

Eine Schleife über eine Liste kostet je Element. Ein Produktabgleich über 2.000 Artikel ist kein Lauf, sondern 2.000 — multipliziert mit den Bausteinen innerhalb der Schleife.

Gegenmittel: Nur verarbeiten, was sich geändert hat. Ein Filter vor der Schleife spart mehr als jede Optimierung innerhalb.

3. Wiederholungen

Fehlversuche zählen wie echte Läufe. Ein Zielsystem, das unzuverlässig antwortet, erzeugt Kosten für Arbeit, die nie ankommt. Wer Wiederholungen großzügig konfiguriert und nie ins Protokoll sieht, zahlt doppelt: einmal für die Versuche, einmal für den Ausfall.

Eine Rechnung, die vor dem Bau gehört

GrößeIhre Zahl
Läufe je Monat (Auslöser × Häufigkeit)
Bausteine je Lauf
Elemente je Schleife (Mittelwert)
erwartete Fehlversuche

Multipliziert ergibt das die Größenordnung. Wer sie vorher kennt, wählt den Tarif — und nicht umgekehrt.

Was wir in Projekten regelmäßig senken

Datenumformungen zusammenfassen. Drei Bausteine, die nacheinander Felder umbenennen, sind ein Baustein mit einer Zuordnung.

Früh filtern. Der Filter gehört direkt hinter den Auslöser, nicht ans Ende. Alles danach verarbeitet weniger.

Sammelverarbeitung statt Einzelaufrufe. Viele Schnittstellen nehmen mehrere Datensätze in einer Anfrage. Das spart Schritte und ist zusätzlich schneller — bei Shopware gibt es dafür eine eigene Schnittstelle, wir haben Sync-API und Einzelabfragen verglichen.

Protokoll prüfen. Wer einmal im Monat in die Historie sieht, findet die Ketten, die im Leerlauf laufen — Szenarien, die längst nichts mehr tun, aber weiter jede Stunde prüfen.

Und wenn es zu teuer wird?

Dann ist die erste Frage nicht „welches andere Werkzeug", sondern „welcher Auslöser". In den meisten Fällen, die uns begegnen, liegt der Verbrauch nicht am Werkzeug, sondern an einem Zeitplan, den vor zwei Jahren jemand auf fünf Minuten gestellt hat, weil es beim Testen praktisch war.

Erst wenn Auslöser und Schleifen sauber sind und die Rechnung trotzdem hoch bleibt, lohnt der Vergleich mit anderen Werkzeugen — dazu haben wir Make und n8n gegenübergestellt.