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Was SEO für einen Onlineshop kostet — und wofür man eigentlich bezahlt

SEO-Angebote sind schwer zu vergleichen, weil sie Verschiedenes enthalten: einen Befund, laufende Beratung, Umsetzung im Shop, Texte. Wer die Posten trennt, sieht, was ein Preis wirklich abdeckt.

Pixup MediaVeröffentlicht am 9 Min. Lesezeit
Grafik mit fünf untereinander stehenden Posten der SEO-Kosten: Befund, Umsetzung im Shop, Inhalte, Werkzeuge und Zeit im eigenen Haus. Die Umsetzung im Shop ist rot hervorgehoben.Grafik in voller Größe öffnen

„Was kostet SEO?" ist eine Frage, auf die es keine Zahl gibt, solange unklar ist, was gekauft wird. Zwei Angebote mit demselben Monatsbetrag können völlig verschiedene Dinge enthalten: Das eine liefert jeden Monat einen Bericht, das andere ändert jeden Monat etwas im Shop. Für einen Onlineshop ist der Unterschied entscheidend, denn die meisten Probleme sitzen im Shop selbst.

Dieser Beitrag trennt die Posten, aus denen SEO-Kosten bestehen, beschreibt die üblichen Abrechnungsmodelle und nennt die Fragen, mit denen sich Angebote vergleichen lassen. Konkrete Preise nennen wir nicht — sie hängen vom Umfang ab, und eine Durchschnittszahl aus dem Netz hilft bei der eigenen Entscheidung nicht.

Was ein Befund leisten muss

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Seiten sind im Index, welche sollten es nicht sein, wo fehlen Titel, wo konkurrieren Seiten um dieselbe Suchanfrage? Bei Shops kommt eine eigene Klasse von Fragen dazu — Filter, Varianten, Sortierungen, ausverkaufte Produkte.

Ein Befund ist einmalig und gut abgrenzbar. Er lohnt sich auch dann, wenn danach niemand von außen weitermacht: Ein internes Team kann eine gute Liste abarbeiten. Woran man einen guten Befund erkennt:

  • Jeder Punkt hat eine Fundstelle — eine URL, ein Template, eine Einstellung.
  • Jeder Punkt hat eine Priorität, die sich aus der Zahl der betroffenen Seiten ergibt, nicht aus dem Schweregrad eines Prüfwerkzeugs.
  • Es steht dabei, wer den Punkt beheben kann: Redaktion, Entwicklung oder Hosting.

Ein solcher Befund ist bei uns eine eigene, einmalige Leistung: das SEO-Audit.

Wer die Änderungen in den Shop bringt

Hier können sich Angebote am stärksten unterscheiden. Manche SEO-Leistungen enden mit einer Empfehlung: „Canonical auf Filterseiten setzen", „strukturierte Daten ergänzen". Ob und wann das im Shop passiert, liegt dann bei Ihnen — oder bei einer zweiten Agentur, die den Shop entwickelt.

Für einen Onlineshop kann das der aufwendigste Teil sein, weil er Entwicklungszeit braucht: Templates ändern, Weiterleitungen einrichten, Meta-Felder befüllbar machen. Wenn dieser Posten in keinem Angebot steht, fehlt er nicht — er wird nur später bezahlt, meist zu einem höheren Preis, weil zwei Parteien sich abstimmen müssen.

Wer die Texte schreibt

Kategorietexte, Ratgeber, Produktbeschreibungen, Leistungsseiten. Ob die Agentur schreibt, Ihr Team schreibt oder beide gemeinsam, verändert den Preis stark. Gute Shoptexte brauchen Sortimentswissen, das selten außerhalb des Unternehmens liegt. Deshalb ist die Mischform häufig die sinnvollste: Ihr Team liefert das Wissen, die Agentur Struktur und Suchabsicht.

Warum Texte trotz Aufwand nicht ranken, haben wir in SEO-Texte ranken nicht? Häufige Fehler & Lösungen beschrieben. Ein typischer Grund ist nicht die Qualität, sondern eine Seite, die keine Suchanfrage eindeutig beantwortet.

Werkzeuge und wem die Daten gehören

Search Console und Webanalyse sind kostenlos oder bereits vorhanden. Für Wettbewerbsdaten, Keyword-Recherche und regelmäßige Crawls kommen kostenpflichtige Werkzeuge hinzu. Arbeitet eine Agentur mit eigenen Lizenzen, steckt das im Preis. Klären Sie, ob Sie die Daten am Ende behalten — oder ob sie mit der Zusammenarbeit verschwinden.

Der Posten, der in keinem Angebot steht

Dieser Posten steht in keinem Angebot, und doch entscheidet er oft über den Erfolg. Jemand muss Zugänge geben, Texte freigeben, Prioritäten mit Sortiment und Vertrieb abstimmen. Ein SEO-Projekt, für das intern niemand Zeit hat, bezahlt man trotzdem — nur ohne Wirkung.

Wie abgerechnet wird

Die üblichen Modelle

  • Einmaliger Festpreis — passt zu einem klar abgegrenzten Befund oder einem Relaunch-Projekt.
  • Monatliche Pauschale — für laufende Betreuung. Fragen Sie, wie viele Stunden darin stecken und was mit ungenutzten passiert.
  • Stundenkontingent — transparent, verlangt aber eine klare Prioritätenliste, sonst verteilt sich die Zeit.
  • Erfolgsabhängig — klingt fair, misst aber meist Positionen einzelner Begriffe. Die sagen wenig über Umsatz und lassen sich leicht schönrechnen.

Keines der Modelle ist an sich günstiger. Entscheidend ist, ob das Modell zu dem passt, was Sie brauchen: Wer vor allem einen Befund und eine einmalige Umsetzung braucht, zahlt mit einer Dauerpauschale für Leerlauf. Wer laufend neue Kategorien und Inhalte hat, kommt mit Einzelprojekten nicht hinterher.

Woran man unseriöse Angebote erkennt

  • Garantierte Positionen. Niemand außer Google entscheidet über Rankings. Eine Garantie heißt meist, dass sie sich auf Begriffe bezieht, die niemand sucht.
  • Linkpakete. „50 Backlinks im Monat" ist ein Mengenversprechen ohne Aussage über Qualität. Gekaufte Links können einer Domain schaden.
  • Kein Wort zur Umsetzung. Wenn unklar ist, wer die Empfehlungen in den Shop bringt, kaufen Sie einen Bericht.
  • Lange Mindestlaufzeit ohne Befund. Erst der Befund zeigt, wie viel Arbeit es gibt. Eine Laufzeit davor festzulegen, ist Raten.

Die Fragen an jedes Angebot

  1. Was genau liefern Sie im ersten Monat — und woran sehe ich, dass es passiert ist?
  2. Setzen Sie Änderungen im Shop selbst um, oder liefern Sie Empfehlungen?
  3. Wer schreibt Texte, und wie fließt unser Sortimentswissen ein?
  4. Welche Werkzeuge nutzen Sie, und behalten wir die Daten?
  5. Woran messen Sie Erfolg, wenn nicht an einzelnen Positionen?
  6. Wie viel Zeit brauchen Sie von unserem Team pro Monat?

Wer diese Fragen beantwortet bekommt, kann zwei Angebote nebeneinanderlegen und sieht, welches mehr Arbeit enthält — unabhängig vom Betrag.

Und die KI-Suche?

Seit Google bei vielen Suchanfragen eine KI-Übersicht zeigt, taucht in Angeboten auch ein eigener Posten dafür auf. In unserer eigenen Stichprobe vom 1. Oktober 2026 erschien die Übersicht bei 33 von 38 Suchanfragen rund um Shop, SEO und Website (zur Messung). Die Grundlagen sind dieselben wie in der klassischen Suche: eine Seite, die gefunden, verstanden und als Quelle gewählt werden kann. Ein separates Budget ist erst sinnvoll, wenn diese Grundlagen stehen.

Wenn Sie wissen wollen, welche Posten bei Ihrem Shop anfallen: Wir schauen uns den Shop vorher an und sagen Ihnen, wo der Aufwand liegt — bei unserer SEO-Agentur in Berlin oder bundesweit über die SEO-Agentur.