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hreflang-Fehler in mehrsprachigen Shops: 13 Shopware-Shops geprüft

Von 48 Shopware-Shops, deren Startseiten wir erreicht haben, setzten 13 hreflang ein. Wir haben jeden ihrer 80 Sprachverweise abgerufen. Ungültige Sprachcodes fanden wir keine — Fehler entstanden dort, wo Verweise auf weitergeleitete Adressen zeigten oder das Canonical etwas anderes sagte als hreflang.

Pixup MediaVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit

Ergebnis

12 von 80

Sprachverweisen fehlte der Rückverweis, den Google verlangt. Alle zwölf zeigten auf eine Adresse, die weiterleitete. Ungültige Sprachcodes oder relative URLs fanden wir auf keiner der 23 Seiten. Mindestens einen Befund hatten 8 von 23 Seiten in 6 von 13 Shops.

Fehlermatrix über 23 Seiten aus 13 Shops mit hreflang: ungültige Sprachcodes 0, relative URLs 0, fehlender Selbstverweis 1, gleicher Code mit zwei URLs 2, Canonical zeigt woanders hin 3, Verweis auf weiterleitende Adresse 5, fehlender Rückverweis 3. Darunter: 68 von 80 Verweisen mit Rückverweis, alle 12 fehlenden bei weitergeleiteten Zielen.
Wo hreflang in 13 Shopware-Shops gebrochen war. Abruf und Zielprüfung am 06.10.2026.
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hreflang sagt Suchmaschinen, welche Sprach- oder Länderversion einer Seite für wen gedacht ist. Die Angabe ist schnell eingebaut und schwer richtig zu halten, weil sie über mehrere Seiten hinweg stimmen muss: Jede Version verweist auf die anderen, und jede muss zurückverweisen. Fehlt der Rückverweis, kann Google die Angaben laut seiner Dokumentation ignorieren.

Wie man hreflang in Shopware einrichtet, beschreibt unser Beitrag hreflang in Shopware einrichten. Hier geht es um die Praxis: Wie oft stimmt die Umsetzung in echten Shops?

Stichprobe und Vorgehen

Die Stichprobe stand vorher fest: die 51 Shopware-Shops, die wir schon für unsere Messungen zu Ladezeit, Barrierefreiheit und strukturierten Daten verwendet haben. Ausgewertet haben wir die Startseite und eine Produktseite je Shop aus einem Abruf vom 6. Oktober 2026 — erreicht wurden 48 Startseiten und 47 Produktseiten.

13 der 48 Shops setzten hreflang ein, auf zusammen 23 Seiten. Diese 23 Seiten enthielten 80 Verweise auf andere Sprachversionen. Jede der 73 dahinterliegenden Adressen haben wir einmal abgerufen und geprüft. Inhalte haben wir dabei nicht gespeichert, nur Status, Weiterleitung, Canonical und ob die Seite zurückverweist.

Was wir gefunden haben

PrüfungSeiten mit Befund (von 23)
ungültiger Sprach- oder Regionscode0
relative statt absoluter URL0
Seite nennt sich nicht selbst1
gleicher Code mit zwei verschiedenen URLs2
Canonical zeigt auf eine andere Adresse3
Verweis auf eine weiterleitende Adresse5
fehlender Rückverweis3

Mindestens einen Befund hatten 8 von 23 Seiten, verteilt auf 6 von 13 Shops. Die häufigsten Sprachangaben waren de-de, x-default, de-at, en-gb und en. Eine x-default-Angabe für Besucher ohne passende Sprache hatten 19 von 23 Seiten.

Weiterleitungen brechen die Kette

Von den 80 Verweisen zeigten 18 auf eine Adresse, die weiterleitete. Bei 12 dieser 18 fehlte danach der Rückverweis: Die Seite, auf der man nach der Weiterleitung landet, nennt eine andere Adresse als die, von der der Verweis kam. Alle 12 fehlenden Rückverweise hingen an weitergeleiteten Zielen; bei Zielen ohne Weiterleitung fehlte keiner.

Canonical und hreflang widersprechen sich

Drei Produktseiten nannten sich in hreflang selbst als deutsche Version, ihr Canonical zeigte aber auf eine andere Adresse. Für Suchmaschinen sind das zwei widersprüchliche Signale: hreflang sagt „diese Seite ist die deutsche Version", das Canonical sagt „die eigentliche Seite liegt woanders". Woher die abweichende Adresse kam, haben wir nicht untersucht; bei Produktseiten kommen etwa Hauptvarianten oder alternative Kategoriepfade in Frage.

Auf zwei Seiten eines Shops war derselbe Code mit zwei verschiedenen URLs angegeben. Welche gilt, bleibt dann offen.

Was gut funktionierte

Die Grundlagen stimmten fast überall: gültige Codes, absolute URLs, ein Selbstverweis auf 22 von 23 Seiten. Die Befunde betrafen fast ausschließlich die Adressen: Weiterleitungen, Canonicals und doppelte Angaben. Ob sie aus Shopware selbst, einem Plugin oder eigenen Anpassungen stammten, haben wir nicht geprüft. Ob eine Sprachversion besser als Verzeichnis, Subdomain oder eigene Domain angelegt wird, beeinflusst, wie viele solcher Weiterleitungen überhaupt entstehen (Domain, Subdomain oder Verzeichnis).

hreflang scheitert selten am Sprachcode, sondern an den Adressen dahinter. Jeder Verweis gehört auf die endgültige Adresse — und die muss zurückverweisen.

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