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Strukturierte Daten in Shopware-Shops: was 47 Produktseiten ausliefern

Wir haben die Produktseiten von 47 Shopware-Shops ausgelesen und ihre strukturierten Daten gegen die Anforderungen von Google geprüft. 41 erfüllten die Pflichtangaben für Händlereinträge. Die meisten nutzen noch die Microdata der Standard-Storefront — den JSON-LD-Schalter aus Shopware 6.7 fanden wir in keinem Shop.

Pixup MediaVeröffentlicht am 8 Min. Lesezeit

Ergebnis

41 von 47

Produktseiten erfüllten die Pflichtangaben für Händlereinträge: Name, Bild und ein Angebot mit Preis über null und Währung. 30 nutzten ausschließlich die Microdata der Standard-Storefront, 12 ausschließlich JSON-LD aus Plugin oder Theme, 4 beides. Das Muster des JSON-LD-Schalters aus Shopware 6.7 fand sich in keinem Shop.

Gestapelter Balken über 47 Produktseiten: nur Microdata 30, nur JSON-LD 12, beides 4, keine Produktauszeichnung 1. Darunter Anteile: Pflichtangaben für Händlereinträge erfüllt 41 von 47, Breadcrumb 46 von 47, GTIN 31 von 47, Muster des Shopware-Schalters JSON_LD_DATA 0 von 47.
Wie 47 Shopware-Produktseiten Produktdaten auszeichnen. Statisches HTML, abgerufen am 06.10.2026.
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Welche strukturierten Daten ein Onlineshop braucht und was Google je Typ verlangt, haben wir in Strukturierte Daten im Onlineshop beschrieben. Hier geht es um die Praxis: Was liefern Shopware-Shops tatsächlich aus? Dafür haben wir am 6. Oktober 2026 die Startseiten und je eine Produktseite der 51 Shopware-Shops ausgelesen, die wir bereits für unsere Ladezeit- und Barrierefreiheitsmessungen verwendet haben.

Abgerufen haben wir nur das ausgelieferte HTML, eine Anfrage je Seite, ohne Warenkorb und ohne Formular. Drei Startseiten und zwei Produktseiten zeigten statt des Inhalts eine Seite des Bot-Schutzes; diese haben wir nicht weiter versucht.

Wie die Produkte ausgezeichnet sind

FormatProduktseiten
nur Microdata30 von 47
nur JSON-LD12 von 47
Microdata und JSON-LD4 von 47
keine Produktauszeichnung1 von 47

Die Microdata stammen in fast allen Fällen aus der Standard-Storefront: In 31 von 34 Fällen hängt der Produktcontainer am selben Element der Shopware-Vorlage. Die JSON-LD-Blöcke kommen dagegen aus Plugins oder eigenen Themes — sie haben eine andere Struktur als die, die Shopware selbst erzeugen kann.

Seit Shopware 6.7 gibt es im Kern einen Schalter, der statt Microdata eine JSON-LD-Ausgabe erzeugt; ab Werk ist er aus (zur Messung des Schalters). Das typische Muster dieser Ausgabe — fünf Blöcke für Website, Organisation, Seitentyp, Navigationspfad und Produkt — fanden wir in keiner der 47 Produktseiten. Einzelne Merkmale tauchten auf, aber nie die Kombination.

Was Google verlangt — und wie oft es erfüllt war

PrüfungErgebnis
Pflichtangaben Händlereintrag (Name, Bild, Angebot mit Preis über null und Währung)41 von 47
Pflichtangaben Produkt-Snippet44 von 47
Verfügbarkeit angegeben39 von 47
Marke43 von 47
GTIN31 von 47
GTIN oder Herstellernummer37 von 47
Versandangaben12 von 47
Rückgaberegeln5 von 47
Navigationspfad (BreadcrumbList)46 von 47

Versand- und Rückgabeangaben empfiehlt Google inzwischen vorrangig im Organisations-Markup statt am einzelnen Angebot. Dass sie auf den Produktseiten selten sind, ist deshalb noch kein Mangel. Auf den Startseiten fanden wir eine Organisation allerdings nur bei 21 von 48 Shops.

Woran es scheiterte

Bei den sechs Produktseiten, die die Pflichtangaben für Händlereinträge verfehlten, lag die Ursache viermal in Anpassungen und zweimal in der Standardausgabe bei Staffelpreisen:

  • Theme ersetzt Überschrift oder Galerie. Zwei Themes hatten die Produktüberschrift und die Bildergalerie durch eigene Elemente ersetzt — ohne die Microdata-Attribute. Der Rahmen der Auszeichnung blieb, Name und Bild fehlten.
  • Produktcontainer entfernt. In einem Fall standen über 500 Eigenschaften im HTML, aber ohne den umschließenden Produktcontainer. Für eine Maschine gibt es dort kein Produkt.
  • Staffelpreise als AggregateOffer. Bei Staffelpreisen gab die Standard-Microdata in zwei Fällen eine Preisspanne aus — das ist kein Theme-Fehler, sondern die Ausgabe der Storefront. Für Händlereinträge verlangt Google ein einzelnes Angebot.
  • Preis im falschen Element. Einmal stand der Preis in einem inneren Angebot statt im Angebot des Produkts.

Den Preis im Markup haben wir, wo möglich, mit dem sichtbaren Preis der Seite verglichen. Bei 35 von 46 Seiten stimmten beide überein, einmal wich er teilweise ab — ein Streichpreis, den ein Element als zweites Angebot auszeichnete. Bei 10 Seiten war der Vergleich nicht eindeutig möglich.

Weitere Befunde

  • Doppelte Auszeichnung: 4 von 47 Seiten beschrieben das Produkt zweimal, als Microdata und als JSON-LD. Das ist nicht falsch, aber riskant: Weichen Preis oder Verfügbarkeit voneinander ab, sieht eine Maschine zwei widersprüchliche Angaben.
  • Bewertungen: Eine Gesamtbewertung stand auf 13 von 47 Seiten.
  • FAQ-Markup: 5 Produktseiten trugen FAQ-Auszeichnung, obwohl Google dafür seit Mai 2026 keine eigene Darstellung mehr zeigt. Schaden tut es nicht.
  • Ungültiges JSON: keines. Alle 37 JSON-LD-Blöcke auf den Produktseiten ließen sich fehlerfrei lesen.

Die meisten geprüften Shopware-Shops erfüllen die Pflichtangaben mit den Mitteln der Standard-Storefront. Wo es fehlt, hat oft ein Theme die Auszeichnung beim Umbau mitgenommen.

Technische UnterstützungShopware-SEO

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