Klaviyo oder Mailchimp: was für Shops wirklich zählt
Beide verschicken E-Mails. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn man wissen will, welche Automation wie viel Umsatz gebracht hat.

Die Frage wird oft als Preisfrage gestellt und ist eine Datenfrage.
Was beide können
Newsletter erstellen und versenden, Listen verwalten, einfache Automationen, Öffnungs- und Klickraten messen, Vorlagen bauen. Für einen Versender ohne Shop sind beide brauchbar, und Mailchimp ist dabei meist der bequemere Weg.
Wo sie auseinandergehen
| Kriterium | Klaviyo | Mailchimp |
|---|---|---|
| Shop-Daten je Kunde | tief verzahnt | grundlegend |
| Segmentierung nach Kaufverhalten | Kernfunktion | eingeschränkt |
| Umsatzzuordnung je Automation | ab Werk | zusätzlich |
| Einstieg und Bedienung | steiler | einfacher |
| Preis bei kleinen Listen | höher | günstiger |
| Newsletter ohne Shop | überdimensioniert | passend |
Der entscheidende Punkt: Segmentierung nach Verhalten
„Alle, die in den letzten 90 Tagen gekauft haben, aber nicht die Kategorie X" — solche Segmente sind der eigentliche Grund für ein shopnahes Werkzeug. Sie setzen voraus, dass Bestellungen mit Positionen im Marketingwerkzeug liegen, nicht nur Adressen.
Wer diese Art Segment nie bauen wird, zahlt für eine Fähigkeit, die er nicht nutzt.
Der zweite Punkt: Umsatz je Automation
Ohne Zuordnung diskutiert man über Öffnungsraten. Mit Zuordnung über Umsatz. Das verändert Gespräche über Marketingbudgets deutlich — vorausgesetzt, die Zahlen werden gegen die Shop-Zahlen geprüft und nicht ungefiltert übernommen.
Unsere Empfehlung
Mailchimp reicht, wenn Sie eine überschaubare Liste haben, im Wesentlichen Newsletter versenden und keine verhaltensbasierten Strecken planen.
Klaviyo lohnt, sobald mindestens zwei dieser Punkte zutreffen:
- Sie wollen Warenkorbabbrecher, Nachkauf- und Reaktivierungsstrecken
- Sie wollen Umsatz je Automation sehen
- Ihr Sortiment ist groß genug, dass Empfehlungen sinnvoll sind
- Sie planen Segmente nach Kaufverhalten
Ein Wechsel lohnt selten allein wegen des Funktionsumfangs. Er lohnt, wenn eine konkrete Strecke geplant ist, die im aktuellen Werkzeug nicht geht — und wenn jemand da ist, der sie danach betreut.
Was beim Wechsel zu bedenken ist
Die Migration ist nicht der Export einer Liste. Mit umziehen müssen: Einwilligungen samt Nachweis, Abmeldungen, Segmente, laufende Automationen und die Historie, soweit sie für Segmente gebraucht wird.
Besonders die Abmeldungen: Wer sie beim Umzug verliert, schreibt Menschen an, die widersprochen haben. Das ist der teuerste Fehler dieser Art Projekt und gleichzeitig der vermeidbarste.
Welche Fragen Sie einer Agentur vorher stellen sollten, steht im Fragenkatalog. Was das Werkzeug insgesamt kostet, haben wir hier aufgeschlüsselt.



