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Was Klaviyo kostet — und ab wann es sich rechnet

Die Lizenz steht auf der Preisseite. Aufbau und Betrieb nicht. Drei Posten, eine Rechnung und der günstigste Hebel, den fast jeder Shop ungenutzt lässt.

Pixup MediaVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Drei Kostenblöcke nebeneinander: Lizenz, einmaliger Aufbau und laufender Betrieb, darunter ein Hinweis auf Listenbereinigung.

Die Lizenz richtet sich nach der Zahl der Profile und dem Versandvolumen. Das ist der Posten, den jeder kennt — und der in einem Projekt selten der größte ist.

Drei Posten

Lizenz. Steigt mit der Liste. Wächst also genau dann, wenn das Marketing erfolgreich ist — was in Ordnung ist, solange die Liste aus Menschen besteht, die kaufen.

Aufbau. Einmalig: Anbindung an den Shop, Flows, Vorlagen, Segmente, Migration bestehender Daten. Je nach Umfang einige Tage bis mehrere Wochen. Der Posten, der in Angeboten am stärksten schwankt — weil „drei Flows" alles zwischen Vorlage und maßgeschneidert bedeuten kann.

Betrieb. Laufend: Inhalte, Auswertung, Listenpflege, Anpassung an Sortiment und Saison. Der Posten, der unterschätzt wird. Ein aufgebautes System, das niemand pflegt, verliert innerhalb eines Jahres den größten Teil seiner Wirkung.

Die Rechnung

Die Frage ist nie „was kostet das Werkzeug", sondern „was bringt die Automation gegenüber heute". Eine Rechnung, die trägt:

GrößeBeispiel
Bestellungen je Monat1.200
durchschnittlicher Bestellwert85 €
erwarteter Umsatzanteil aus Automationen8–15 %
daraus Umsatz je Monat8.000–15.000 €
Lizenz + anteiliger Betriebje nach Liste

Die Spanne für den Umsatzanteil stammt aus Projekten, nicht aus einer Studie — sie hängt stark davon ab, ob Warenkorbabbrecher- und Nachkaufstrecken überhaupt laufen. Wer nur Newsletter verschickt, landet darunter.

Der günstigste Hebel

Die Liste bereinigen. Profile, die seit zwei Jahren nichts geöffnet haben, kosten Lizenz und senken die Zustellrate — weil Anbieter das Verhältnis aus Zustellung und Reaktion bewerten.

Eine bereinigte Liste ist damit doppelt wirksam: weniger Kosten und bessere Zustellung für die, die bleiben. In fast jedem Konto, das wir übernehmen, ist das die erste Maßnahme und die mit dem schnellsten Ergebnis.

Ab wann es sich rechnet

Grob: ab etwa 500 Bestellungen im Monat wird der Unterschied zu einem einfachen Newsletter-Werkzeug deutlich — weil dann genug Verhalten vorliegt, um Segmente zu bilden.

Darunter kann es sich trotzdem lohnen, wenn der Bestellwert hoch oder der Wiederkaufzyklus klar ist. Darüber lohnt es fast immer, vorausgesetzt jemand betreut es.

Was Sie vor dem Angebot klären sollten

  • Wie viele Profile sind aktiv, nicht wie viele existieren?
  • Welche Flows sind wirklich geplant — und wer schreibt deren Inhalte?
  • Wer wertet monatlich aus?
  • Wie wird der zugeordnete Umsatz gegen die Shop-Zahlen geprüft?

Die letzte Frage ist die, an der sich Angebote unterscheiden. Wer sie nicht beantwortet, liefert Zahlen ohne Gegenprobe.

Welche Fragen Sie einer Agentur stellen sollten, haben wir hier zusammengestellt; wie sich Klaviyo gegen ein reines Newsletter-Werkzeug abgrenzt, steht im Vergleich mit Mailchimp.