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Viele kurze oder wenige lange Texte? Was unsere Daten zeigen

Wir haben 30 Artikel unserer eigenen Website nach Wortzahl und Impressionen in der Google-Suche verglichen. Ein klarer Vorteil für lange Texte war nicht zu sehen — wohl aber, wie stark das Thema über die Sichtbarkeit entscheidet.

Pixup MediaVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Punktdiagramm mit 30 Artikeln: Wortzahl von 316 bis 2.000 auf der waagerechten Achse, Impressionen in 28 Tagen auf der senkrechten. Die Punkte streuen ohne klare Linie; ein Artikel mit 316 Wörtern liegt weit oben.Grafik in voller Größe öffnen

„Wie lang muss ein Text sein, damit er rankt?" ist eine der häufigsten Fragen im Content-Marketing. Die Antworten reichen von festen Wortzahlen bis „so lang wie nötig". Wir wollten wissen, was unsere eigenen Daten dazu sagen.

Was wir verglichen haben

Unsere Website hat Blogbeiträge, Wissensartikel und Untersuchungen. Für den Vergleich haben wir alle 30 Artikel genommen, die im gesamten Messzeitraum online waren — veröffentlicht bis zum 11. September 2026. Für jeden haben wir die Wortzahl des Textes gezählt und die Impressionen und Klicks aus der Google Search Console der 28 Tage bis zum 28. September 2026 daneben gelegt.

Die Artikel waren zwischen 316 und 2.000 Wörter lang, im Median 868. Zusammen hatten sie 1.382 Impressionen und 8 Klicks.

Das Ergebnis: Länge erklärt wenig

LängeArtikelImpressionen (Median)Impressionen gesamtKlicks
unter 700 Wörter9164101
700 bis 999 Wörter12133304
1.000 Wörter und mehr9176423

Die Mediane liegen nah beieinander. Die längste Gruppe hat zwar die meisten Impressionen insgesamt, aber das liegt an zwei einzelnen Beiträgen. Als Maß für den Zusammenhang haben wir die Rangkorrelation nach Spearman berechnet: 0,22 über alle 30 Artikel — ein schwacher Zusammenhang. Bei den elf Artikeln, die erst nach dem Umzug unserer Website am 8. September erschienen sind, lag er bei 0,05, also praktisch bei null.

Was stattdessen auffällt: das Thema

Die fünf Artikel mit den meisten Impressionen:

ImpressionenWörterThema
3291.895Wann sich ein Shopware-Relaunch lohnt
1742.000Fehler bei mehrsprachigen Shops
168316Shopwares neues Lizenzmodell
157516Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für Onlinehändler
112955Social Commerce mit Shopify und Shopware

Zwei der fünf sind die längsten Texte im Vergleich, zwei gehören zu den kürzesten. Gemeinsam ist ihnen eher das Thema: eine Lizenzänderung, ein Gesetz mit Frist, eine konkrete Entscheidung vor einem Projekt — Fragen, die Menschen von sich aus stellen. Ein Beitrag mit 316 Wörtern zu einer gefragten Frage hatte mehr Impressionen als die meisten Texte mit dreifacher Länge.

Was wir daraus für die Planung ableiten

Für unsere eigene Content-Planung ziehen wir drei Schlüsse:

  1. Thema vor Länge. Die wichtigste Entscheidung fällt, bevor der erste Satz geschrieben ist: Gibt es eine Frage, die Menschen gerade stellen, und beantwortet die Seite sie besser als andere?
  2. So lang wie die Antwort. Eine kurze Frage verdient eine kurze, präzise Antwort; eine Entscheidung mit vielen Faktoren braucht Platz. Eine Mindestwortzahl ersetzt diese Abwägung nicht. Wir prüfen die Wortzahl unserer Seiten deshalb nur noch als Hinweis, nicht als Regel.
  3. Lieber eine Seite je Frage. Viele kurze Texte zum selben Thema konkurrieren miteinander. Viele kurze Texte zu verschiedenen Fragen tun es nicht — dann ist „viele kurze" genau richtig.

Welche Suchanfragen sich lohnen, zeigt meist schon die Search Console: Lange, spezifische Anfragen standen bei uns deutlich häufiger auf der ersten Seite als kurze (B2B-SEO für Hersteller). Wie Titel, Struktur und Texte einer Shopseite zusammenspielen, beschreibt OnPage-Optimierung im Onlineshop. Und wenn Sie Kategorie- und Ratgebertexte nicht selbst schreiben wollen: Das ist unsere Leistung SEO-Content für Onlineshops.