Alle Beiträge
websitekostenbetreuungwartung

Was eine Website-Betreuung kostet — und wovon der Preis abhängt

Eine Website kostet nach dem Start weiter Geld: für Updates, Sicherheit, Inhalte und kleine Änderungen. Welche Posten dahinterstecken, wie oft sie anfallen und woran Sie ein Betreuungsangebot messen — ohne Pauschalpreise, die für Ihre Website ohnehin nicht stimmen würden.

Pixup MediaVeröffentlicht am 7 Min. Lesezeit
Fünf Kostenblöcke einer Website-Betreuung als Spalten: Betrieb und Hosting, technische Updates, Sicherheit und Sicherung, inhaltliche Pflege, Weiterentwicklung. Unter jeder Spalte steht, wie oft der Posten anfällt — von laufend bis nach Bedarf.Grafik in voller Größe öffnen

Wer eine Website bauen lässt, bekommt ein Angebot mit einer Summe. Was danach jeden Monat anfällt, steht dort selten so genau. Dabei ist der Betrieb kein Anhängsel: In unserem Beitrag Was eine Website 2026 kostet haben wir beschrieben, dass eine Website dreimal kostet — Aufbau, Inhalt, Betrieb. Hier geht es um den dritten Teil.

Eine Preisliste finden Sie hier nicht. Eine Betreuung für eine statische Visitenkarte und eine für eine mehrsprachige Website mit Formularen, Anmeldebereich und zwanzig Erweiterungen haben wenig gemeinsam außer dem Namen. Was wir zeigen können: woraus sich der Preis zusammensetzt, wie oft die einzelnen Posten anfallen und welche Fragen ein Angebot beantworten muss.

Die fünf Posten

1. Betrieb und Hosting. Server oder Hosting-Paket, Domain, Zertifikat, Mailversand für Formulare. Meist feste Monats- oder Jahresbeträge, die direkt beim Anbieter anfallen oder durchgereicht werden. Fragen Sie, wem die Verträge gehören — wechseln Sie später die Agentur, sollte die Domain nicht mitwandern.

2. Technische Updates. Das System selbst, Erweiterungen, Theme, die PHP-Version des Servers. Das ist der Posten, der am stärksten schwankt, weil er nicht vom Kalender abhängt, sondern davon, wann andere etwas veröffentlichen.

3. Sicherheit und Sicherung. Überwachung der Erreichbarkeit, Sicherungen, die auch wiederhergestellt werden können, Reaktion auf Sicherheitslücken. Ein Teil läuft automatisch, ein Teil braucht im Ernstfall Stunden.

4. Inhaltliche Pflege. Texte tauschen, Stellenanzeigen einstellen, Bilder ersetzen, Termine eintragen. Kann Ihr Team das selbst, fällt der Posten klein aus. Läuft jede Änderung über die Agentur, wird er zum größten.

5. Weiterentwicklung. Neue Seiten, ein neues Formular, eine Anbindung. Das ist streng genommen keine Betreuung, landet aber oft im selben Stundenkontingent — und verbraucht es.

Wie oft Updates wirklich anfallen

Wie unregelmäßig der zweite Posten ist, zeigt das Release-Archiv von WordPress, dem verbreitetsten System für Unternehmenswebsites. Wir haben es am 6. Oktober 2026 ausgewertet, für die zwölf Monate davor. Gezählt sind Versionen mit drei Stellen wie 7.0.4, ohne Vorabversionen; die Hauptversionen selbst sind nicht mitgezählt.

MessgrößeErgebnis
Tage mit mindestens einer neuen Wartungs- oder Sicherheitsversion13
davon Tage mit neuen Versionen für alle älteren Zweige bis 4.7 zurück6
Wartungs- und Sicherheitsversionen der aktuellen Linie (6.9.1 bis 7.1.2)17

Die Versionen kamen in Schüben: im März an vier Tagen hintereinander, im August und September jeweils zweimal innerhalb einer Woche. Dazu kommen die Erweiterungen, jede mit eigenem Takt. Eine Website mit fünfzehn Erweiterungen hat in einem normalen Monat mehrere Updates, und keines davon kündigt sich langfristig an.

Daneben gibt es Fristen, die feststehen:

  • PHP. Laut php.net endet die Sicherheitsunterstützung für PHP 8.2 am 31. Dezember 2026. Websites, die darauf laufen, müssen bis dahin umgestellt werden — und alles, was nicht mit der neuen Version zurechtkommt, mit.
  • Zertifikate. Das CA/Browser Forum hat 2025 beschlossen, die Höchstlaufzeit öffentlicher TLS-Zertifikate schrittweise von 398 auf 47 Tage zu senken, beginnend im März 2026, abgeschlossen im März 2029. Wer Zertifikate heute noch von Hand erneuert, muss das automatisieren.

Drei Arten abzurechnen

Pauschale. Ein fester Monatsbetrag für einen festgelegten Umfang, etwa Updates, Sicherung und Überwachung. Planbar, aber nur so gut wie die Beschreibung des Umfangs. Was nicht drinsteht, wird extra berechnet.

Stundenkontingent. Eine feste Zahl an Stunden je Monat oder Quartal, oft mit Verfall oder Übertrag. Passt, wenn regelmäßig kleine Änderungen anfallen. Fragen Sie, in welchen Schritten abgerechnet wird und was mit ungenutzten Stunden passiert.

Nach Aufwand. Jede Leistung wird einzeln berechnet. Fair bei sehr seltenen Änderungen, aber schlecht planbar — und das Risiko, dass ein Update aufgeschoben wird, weil es Geld kostet, liegt bei Ihnen.

In der Praxis sind Mischformen üblich: eine kleine Pauschale für das, was regelmäßig sein muss, und Stunden für alles andere.

Was den Preis treibt

  • Zahl der Erweiterungen. Jede bringt eigene Updates und eigene Fehlerquellen. Eine Website mit drei Erweiterungen ist günstiger zu betreuen als eine mit dreißig.
  • Formulare und Anmeldebereiche. Alles, was Daten annimmt, braucht mehr Aufmerksamkeit bei Sicherheit und Datenschutz.
  • Mehrsprachigkeit. Jede Änderung fällt mehrfach an.
  • Anbindungen. Schnittstellen zu CRM, Newsletter oder Warenwirtschaft brechen, wenn sich die Gegenseite ändert.
  • Die Bauart. Eine statische Website ohne Datenbank und ohne Erweiterungen im Live-Betrieb hat viel weniger zu aktualisieren. Wann das passt, steht in Statische Website oder CMS.

Woran Sie ein gutes Angebot erkennen

Fragen an jedes Betreuungsangebot

  1. 1
    Was genau ist enthalten? Eine Liste der Aufgaben mit Häufigkeit, nicht nur „Wartung".
  2. 2
    Wie schnell wird reagiert? Getrennt für Ausfall, Sicherheitslücke und Änderungswunsch.
  3. 3
    Wird vor einem Update getestet? Auf einer Kopie oder direkt auf der Live-Website?
  4. 4
    Wie werden Sicherungen geprüft? Eine Sicherung, die nie wiederhergestellt wurde, ist eine Annahme.
  5. 5
    Was bekommen Sie zu sehen? Ein Protokoll, was wann aktualisiert wurde.
  6. 6
    Wem gehört was? Domain, Hosting-Vertrag, Zugänge — und wie Sie sie bei einem Wechsel bekommen.

Ein Angebot, das diese Fragen beantwortet, ist vergleichbar. Eines, das nur einen Monatsbetrag nennt, ist es nicht — auch wenn es günstiger aussieht.

Die Rechnung, die Sie selbst machen können

Statt nach einem Durchschnittspreis zu suchen, schreiben Sie auf, was bei Ihnen anfällt: welche Erweiterungen laufen, wie oft sich Inhalte ändern, wer sie heute pflegt, welche Anbindungen es gibt. Mit dieser Liste bekommen Sie von jedem Anbieter ein Angebot, das zu Ihrer Website passt — und können sie nebeneinanderlegen.

Eine Betreuung kostet so viel, wie Ihre Website an Bewegung erzeugt. Wer die Posten kennt, kann den Preis prüfen.

Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Website an Betreuung braucht, schauen wir sie uns an — das Erstgespräch ist kostenfrei. Wie unsere Betreuung aufgebaut ist, steht auf der Seite Website-Betreuung; wie wir Websites bauen, unter Webseiten-Erstellung.