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Shopware-SEO: der Leitfaden aus der Praxis

Was Shopware für Suchmaschinen selbst erledigt, was es falsch voreinstellt und wo man eingreifen muss — von SEO-URLs über Varianten, Filter und Seitenzahlen bis zu Sitemap, robots.txt, strukturierten Daten und Sprachen. Jeder Punkt mit eigener Messung.

Pixup MediaVeröffentlicht am 12 Min. Lesezeit
Themenkarte Shopware-SEO mit sieben Bereichen: SEO-URLs, Varianten, Filter und Seitenzahlen, Sitemap, robots.txt, strukturierte Daten, Sprachen.
Die Bereiche, in denen Shopware Seiten, Adressen oder Daten selbst erzeugt — und die deshalb zuerst geprüft gehören.
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Shopware nimmt einem viel SEO-Arbeit ab: Es erzeugt sprechende Adressen, setzt Canonicals, schreibt eine Sitemap und — seit Version 6.7 — auch die robots.txt. Genau deshalb lohnt es sich zu wissen, was es dabei tut. Dieser Leitfaden geht die Bereiche in der Reihenfolge durch, in der Shopware Seiten erzeugt, und verweist für jeden auf unsere eigene Messung.

1. SEO-URLs: was Shopware ab Werk baut

Shopware erzeugt die Adressen aus Vorlagen, je Seitentyp und Verkaufskanal. Ab Werk gelten in 6.6 und 6.7 dieselben drei:

SeitentypVorlage ab Werkergibt zum Beispiel
Produkt{{ product.translated.name }}/{{ product.productNumber }}/Akkuschrauber-18-V/SW10001
Kategoriejeder Teil des Breadcrumbs, mit / getrennt/Werkzeug/Akkuschrauber/
Landingpagedas URL-Feld der Landingpage/herbst-aktion

Zwei Folgen sind wichtig. Erstens steht die Produktnummer in jeder Produktadresse — praktisch für Eindeutigkeit, aber sie wandert bei einem Nummernwechsel mit. Zweitens hängt die Kategorieadresse am Kategoriebaum: Wer eine Kategorie verschiebt oder umbenennt, ändert die Adressen aller Unterkategorien. Was dann mit den alten Adressen passiert, regelt die Einstellung „Statt canonical URLs zu verwenden, per HTTP 301 auf die aktuellste URL umleiten“: Ist sie aktiv, leitet Shopware weiter; ist sie aus, bleibt die alte Adresse erreichbar und verweist nur per Canonical auf die neue. Bei Neuinstallationen seit 6.3 legt eine Migration sie aktiv an, in Shops mit SEO-URLs aus der Zeit davor bleibt sie aus. Bei einem Relaunch mit neuem System greift keines von beidem (Redirects bei einem Shopware-Relaunch).

2. Varianten: mehr Adressen als Produkte

Jede Variante eines Produkts bekommt eine eigene Adresse und weist sich selbst als Original aus. In unserer Messung stand ein Produkt mit sechs Varianten unter sieben Adressen, sechs davon in der Sitemap; die Seite des Hauptprodukts verwies auf die erste Variante (zur Messung). Was eine Variante vom Hauptprodukt erbt und was nicht, beschreibt Was eine Variante vom Hauptprodukt erbt.

Ob jede Variante eine eigene Seite verdient, ist eine Frage der Suchanfragen: Sucht jemand gezielt nach der roten Ausführung, ja. Unterscheiden sich die Varianten nur in der Größe, meist nicht.

3. Unsichtbare Produkte

Ein Produkt, das in keinem Verkaufskanal sichtbar ist, verschwindet aus Listings und Suche — nicht aber aus dem Index. In unseren Messungen lieferten solche Varianten weiter Status 200, index,follow und einen Sitemap-Eintrag (zur Messung). Wer ein Produkt auslistet, muss deshalb entscheiden, was mit der Adresse passiert (404, 410, Weiterleitung oder bleiben).

4. Filter und Seitenzahlen

Kategorielisten erzeugen weitere Adressen: durch Filter, Sortierungen und Seitenzahlen. Drei Stellen greifen hier ineinander:

  • Canonical: In 6.6 zeigen alle Seitenvarianten einer Liste auf die Adresse ohne Parameter. In 6.7 zeigt ?p=1 auf sich selbst — eine zweite indexierbare Adresse mit gleichem Inhalt (Details).
  • robots.txt: Die Datei, die Shopware 6.7 ab Werk ausgibt, sperrt mit Disallow: /*? jede Adresse mit Parameter — auch die Seitenzahlen (robots.txt in Shopware).
  • Filterseiten: Ob eine Filterkombination eine eigene, indexierbare Seite verdient, hängt daran, ob jemand genau danach sucht (Filter und Facetten).

5. Sitemap

Shopware erzeugt die Sitemap aus fünf Quellen, in Blöcken und mit einer Obergrenze je Datei. Bilder und hreflang enthält sie nicht (was drinsteht). Für die meisten Shops reicht das; wann ein Plugin sinnvoll ist, steht in Sitemap: Bordmittel oder Plugin. Wie viele Onlineshops ein aussagekräftiges Änderungsdatum in ihre Sitemap schreiben, haben wir an 79 Shops gemessen.

6. Strukturierte Daten

Shopware gibt Produktdaten ab Werk als Microdata im HTML aus. In 6.7 steckt im Kern ein Schalter für JSON-LD, der ab Werk aus ist; in unserer Messung standen sich 46 itemprop-Attribute und fünf JSON-LD-Blöcke auf derselben Seite gegenüber (JSON-LD statt Microdata).

7. Sprachen und Domains

hreflang entsteht in Shopware aus den Domains eines Verkaufskanals, nicht aus den angelegten Sprachen (hreflang einrichten). Eine Sprache ohne Domain erreicht niemanden, auch wenn alle Texte übersetzt sind (das Beispiel). Wie man Sprachen strukturiert, beschreibt Domain, Subdomain oder Verzeichnis.

8. Nach jedem Update

Mehrere Punkte dieses Leitfadens haben sich zwischen 6.6 und 6.7 geändert, ohne dass jemand eine Einstellung angefasst hat: die Kanonisierung der ersten Listenseite und die robots.txt. Eine kurze Prüfliste nach jedem Versionssprung:

Nach einem Shopware-Update prüfen

  • /robots.txt abrufen und mit dem bisherigen Stand vergleichen
  • eine Kategorie mit ?p=1 und ?p=2 abrufen, Canonical lesen
  • eine Variante und ihr Hauptprodukt abrufen, Canonical lesen
  • Sitemap abrufen: stehen die erwarteten Seitentypen drin?
  • Search Console: Indexierungsbericht der folgenden Wochen beobachten

In Shopware entscheidet der Kern, welche Seiten entstehen. Gute SEO beginnt damit, ihm dabei zuzusehen.

Wenn Sie diese Prüfungen nicht selbst machen wollen: Das ist unsere Leistung Shopware-SEO.

Häufige Fragen

Wie ändere ich die SEO-URLs in Shopware?
In der Administration unter Einstellungen, SEO, je Seitentyp und Verkaufskanal. Ob alte Adressen danach per 301 weitergeleitet werden oder nur per Canonical verweisen, hängt an der Einstellung zur Weiterleitung auf die aktuellste URL — vor jeder Änderung prüfen.
Brauche ich ein SEO-Plugin für Shopware?
Nicht als Grundausstattung. Plugins lohnen, wo der Kern nichts anbietet — etwa Bilder oder hreflang in der Sitemap. Für Titel, Beschreibungen, URLs und Canonicals reicht der Kern meist.
Was ist bei Shopware 6.7 für SEO neu?
Unter anderem eine eigene robots.txt aus dem Kern, eine geänderte Kanonisierung der ersten Listenseite und JSON-LD als Option für strukturierte Daten. Alle drei sind in diesem Leitfaden verlinkt.
Wie oft sollte man Shopware-SEO prüfen?
Nach jedem Versionssprung, nach Theme- und Plugin-Wechseln und wenn sich die Indexierungsberichte der Search Console auffällig ändern.
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